Gepostet von am 04. Juli 2018 im Fachartikel | Keine Kommentare

Der Anteil der Unternehmen mit relativ ausgereiften ERM-Prozessen hat in den letzten Jahren zwar zugenommen, aber die Mehrheit der Unternehmen bewertet ihre eigenen Prozessschritte  als weder vollständig noch «robust». Während Fortschritte gemacht werden, gibt es für viele Organisationen noch Raum für deutliche Verbesserungen im Bereich der Risikokontrolle, so die kürzlich veröffentlichte Studie der NC State’s ERM Initiative „2018 The State of Risk Oversight: An Overview of Enterprise Risk Management Practices„.

 

Übersicht

NC State’s ERM Initiative hat in Partnerschaft mit dem American Institute of CPAs seinen diesjährigen Bericht zu den Risk Management Praktiken veröffentlicht. Basierend auf den Umfrageergebnissen von 474 Führungskräften aus verschiedenen Branchen, Typen und Grössen von Unternehmen liefert der Bericht detaillierte Einblicke in den Reifegrad der aktuellen ERM-Praktiken der verschiedenen Organisationen.

 

Wichtige Highlights

Hier sind einige der wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst:

Der Umgang mit Risiken wird komplexer.

  • Die meisten Befragten (60%) sind der Meinung, dass das Volumen und die Komplexität der Risiken im Laufe der Zeit stark zunehmen wird.
  • Zwei Drittel (65%) der Unternehmen geben an, dass sie in letzter Zeit eine negative, operative Überraschung erlebt haben, weil sie ein Risiko nicht ausreichend antizipiert haben.

ERM ist in den meisten Unternehmen noch relativ unausgereift.

  • 22% der Befragten bezeichnen ihrERM als „reif“ oder „robust“, wobei der wahrgenommene Reifegrad in den letzten zwei Jahren leider abgenommen hat.
  • 31% der Unternehmen (48% der grössten Unternehmen) verfügen über vollständige ERM-Prozesse.
  • Die meisten Verwaltungsräte (68%) üben Druck auf die obersten Führungskräfte aus, um die Beteiligung des Managements an der Risikokontrolle zu erhöhen.

Herausforderung «Integration von ERM und Strategie».

  • Weniger als 20% der Unternehmen sehen ihren ERM-Prozess als wichtigen strategischen Vorteil an.
  • Nur 29% der Vorstände der Organisationen diskutieren die Top-Risikopositionen zeitgleich mit der strategischen Planung.
  • 41% der Befragten geben an, dass sie „gar nicht“ oder nur „minimal“ mit der Art und dem Umfang der internen Berichterstattung über die wichtigsten Risikoindikatoren zufrieden sind, die für die Überwachung neu auftretender Risiken durch Führungskräfte nützlich sein könnten.

Der diesjährige Bericht hebt viele weitere spezifische Erkenntnisse über verschiedene Aspekte eines effektiven ERM hervor.

Erhöhtes Engagement des Senior Managements gefordert.

Die Ergebnisse des Berichts zeigen Verbesserungen in der Art und Weise, wie Unternehmen Risiken proaktiv managen. Viele der Ergebnisse deuten darauf hin, dass Vorstände und leitende Angestellte aggressivere Massnahmen erwägen sollten, um die Infrastruktur ihrer Organisation in Bezug auf die Risikoüberwachung zu verbessern. Die Studie weist auf einige Handlungsanweisungen  hin:

  • Analysieren der ERMt-Fähigkeiten des Unternehmens.
  • Verbinden von ERMund strategischer Planung.
  • Einforderung von Informationen für die Risikoidentifikation.
  • Einbringen von Risikoindikatoren in Management-Dashboards.
  • Motivierung des Managements, in ERM zu investieren.
  • Mehrwert eines robusten, proaktiven ERM gegen aussen kommunizieren.

 

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

Please follow and like us: