Gepostet von am 10. Januar 2018 im Allgemein | Keine Kommentare

Ernst Bachmann, Head Group Risk Management der Aduno Gruppe, präsentierte am dritten Enterprise Risk Summit 2017 in Zug am IFZ interessante Einblicke in das Risikomanagement der Aduno Gruppe. In seinem Referat stellte er das Verständnis von Risiken im Unternehmen und die Integration von Risikomanagement in Entscheidungsprozesse ins Zentrum.

Als Einstimmung zum Thema «Risikomanagement als Teil der Management-Entscheidungen» zeigte Ernst Bachmann Beispiele aus der Vergangenheit, in welchen unter unsicheren Annahmen ungünstige Entscheidungen getroffen wurden. So erwähnte er unter anderem das unglückliche Risikomanagement der Swissair und verwies dadurch auf die Wichtigkeit des Risikomanagements als integrativer Bestandteil von Entscheidungsprozessen.

Die Basis für das Risikomanagement der Aduno Gruppe bildet das Verständnis von Risiken. So definiert das Unternehmen drei qualifizierende Kriterien für ein Risiko:

  • explizit bezogen auf ein Ziel
  • Unsicherheit bezüglich Schäden in der Zukunft
  • mindestens ein externer Faktor (Chancen und Gefahren)

Grundlage dieser Risikodefinition ist die SWOT-Analyse mit einem Fokus auf die Gefahren (Threats). Eine Gefahr wird allerdings erst als Risiko eingestuft, sobald ein Unternehmensziel dadurch potentiell beeinflusst werden kann.

Die Integration vom Risikomanagement in Entscheidungsprozesse erfolgt über einen Strategie-Management-Prozess. Hierbei erstellte die Aduno Gruppe basierend auf internen und externen Faktoren ein Risikoprofil, welches periodisch aktualisiert wird (siehe Abbildung 1).

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Abbildung 1: Prozess zur Erstellung des Risikoprofils der Aduno Gruppe (Quelle: Aduno Gruppe)

In der Strategieentwicklung und der strategischen Planung dient dieses Risikoprofil als Entscheidungsunterstützung und wird abgeglichen mit dem Opportunitäten-Portfolio der Aduno Gruppe. Die definierten Massnahmen zur Reduzierung der Risiken werden schliesslich auf operationeller Ebene umgesetzt und kontrolliert. Die jährliche Risikoberichterstattung liefert zum Schluss Entscheidungsgrundlagen zur Anpassung vom Risikoprofil sowie zu allfälligen strategischen Anpassungen. Dieser Prozess ermöglicht es, das Risikomanagement in die Entscheidungs- und Handlungsprozesse einzubinden (siehe Abbildung 2).

 

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Abbildung 2: Integration von Risiken in die Management-Entscheidungen (Quelle: Aduno Gruppe)

Das Unternehmen hat aus Erfahrung fünf zentrale Erfolgsfaktoren definiert, um das Risikomanagement erfolgreich in die Entscheidungsprozesse zu integrieren:

  • Entscheidungsprozesse müssen bekannt und verstanden werden
  • Informationsbedürfnisse der Entscheidungsträger sind transparent, kommuniziert und verstanden
  • Verantwortung für Risiken und Entscheidungen liegen auf der richtigen organisatorischen Stufe
  • Offenheit und Kompromissbereitschaft für die Zusammenarbeit mit Prozess-Stakeholdern ist vorhanden
  • Rollenverständnis entlang der Lines-of-Defense muss klar sein und bewahrt werden.

Weitere spannende Eindrücke vom Enterprise Risk Summit 2017 erhalten sie in den Blogbeiträgen der kommenden Wochen.

 

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