Gepostet von am 27. Februar 2017 im ERM Survey | Keine Kommentare

Unsicherheiten sind eine garantierte Konstante im Lebenszyklus eines Unternehmens. Die Implementierung eines robusten Risikomanagements liefert einem Unternehmen die Fähigkeit, sich anzupassen und Erfolg zu haben.

Die meisten Führungskräfte befolgen das Risikomanagement-Leitprinzip: Risiken, die das Unternehmen bedrohen, werden bewertet und danach gemildert. Aber erst die Risikomanagement-Strategie bestimmt, wie gut oder wie schlecht das Unternehmen reagiert, wenn es sich mit einer Krise konfrontiert sieht. Eine Risikomanagement-Strategie, die in der Lage ist, Herausforderungen und Krisensituationen in Chancen umzuwandeln, unterstützt den langfristigen Unternehmenserfolg.

Unternehmen machen bei der Zusammenführung von Risikomanagement und strategischem Management Fortschritte, wie eine Studie von EY (There’s no reward without risk) zeigt. 97% aller an der Studie teilnehmenden Unternehmen geben an, dass sie sich bei der Analyse von Risiko-Rendite-Abwägungen gesteigert haben. Trotzdem sind 16% der befragten Unternehmen der Meinung, dass die Zusammenführung von Risiko und strategischen Zielen noch nicht eng genug ist, um effektiv und effizient auf schnell aufkommende Risikofaktoren wie Veränderungen in der Wirtschaft, technologischen Wandel oder Cybersecurity reagieren zu können. Dass die Unternehmen bei der Betrachtung von Risikomanagement und dem Erreichen von Unternehmenszielen der Meinung sind, dass die Zusammenführung noch nicht nahe genug ist, erstaunt. Gerade aufgrund der verschiedenen Wachstumsmöglichkeiten, welche eine Implementierung von Risikomanagementpraktiken in Geschäftsziele ermöglicht, sollte dieses Zusammenspiel so weit wie möglich ausgeschöpft werden.

Beispielhaft für ein exzellentes Risikomanagement-Verhalten ist der Fall des Familienunternehmens Carozzi in Santiago (Chile). Nachdem die Pasta-Produktionsstätte einem Feuer zum Opfer fiel, reagierte der Vorstandsvorsitzende Gonzalo Bofill in bester Risikomanagermanier und fokussierte sich und das Unternehmen auf die nächsten Schritte, anstatt in Panik auszubrechen. In der Nacht des Feuers sagte er den Managern “It’s not the moment to cry. It’s the moment to control the fire and start working”. Die gesamte Story (Crisis to opportunity: a phoenix from the flames) finden sie hier.

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